ADS & ADHS

Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen oder auch „ADS-Schüler“ genannt registrieren alle Ablenkungen in ihrer Umgebung und können Ihre Aufmerksamkeit nicht auf die ihnen gestellten Aufgaben fokussieren.


Sie sind leicht frustriert und können erforderliche Leistungen nicht erbringen. Einige von Ihnen sind oft zusätzlich so unruhig, dass sie soziale Regeln nicht einhalten und aggressive Verhaltensweisen zeigen.

Es gibt folgende Beobachtungszeichen:

  • Sprechen unaufgefordert dazwischen.
  • Kooperieren schlecht mit anderen Kindern oder Geschwistern.
  • Sind häufig motorisch unruhig und in ihren Reaktionen nicht vorhersehbar.
  • Können kaum Aufmerksamkeit entwickeln und/oder aufrechterhalten, wenn ihnen Aufgaben gestellt oder Arbeitsblätter bearbeitet werden sollen.

Einsetzen des Marburger Konzentrationstraining, verschiedene Entspannungsübungen, zielorientierte Fokussierung, Brain Gym® Übungen, Arbeiten mit Verstärkerplan sowie die Empfehlung von gezielten Mikronährstoffen ist hierbei der Lösungsansatz von Effektiv-Nachhilfe.

ADHS und Mikronährstoffe

Viele Eltern suchen für ihre betroffenen Kinder nach Alternativen zu den meist üblichen pharmakologischen Therapien mit Methylphenidat. Es gibt mehrfache Hinweise aus medizinischen Studien über den Zusammenhang der Versorgung mit Mikronährstoffen und dem Auftreten und Schweregrad der ADHS-Symptomatik. Durch eine gezielte Zufuhr geeigneter Mikronährstoffe kann tatsächlich eine Verbesserung der ADHS-Symptomatik erreicht werden.

Vitamin B1, B9 und B12

Die Vitamine B9 (Folsäure) und B12 (Cobalamin) fördern die Entwicklung und die normale Funktion des Nervensystems und des Gehirns. Dauerhafter B9- und B12-Mangel kann daher zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen führen.
Vitamin B1 (Thiamin) spielt ebenso eine wichtige Rolle im Gehirnstoffwechsel. Besonders im Kindes- und Jugendalter sind die Ernährungsgewohnheiten häufig so, dass Vitamin-B1-reiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte nicht sonderlich geschätzt werden. Stattdessen werden meist Süßigkeiten etc. bevorzugt, die den Vitamin-B1-Bedarf erhöhen (1).

Eisen

Eisen ist an der Synthese von Dopamin und Serotonin beteiligt. Deshalb kann ein Eisenmangel den Neurotransmittermetabolismus im Gehirn erheblich beeinträchtigen. In einer französischen Studie vom Juli 2004 konnte eine klare Korrelation zwischen Eisenmangel und der Ausprägung der ADHS-Symptomatik nachgewiesen werden.
Als bestimmende Größe für die Sauerstoffbindung im Hämoglobin-Molekül trägt es zusammen mit Vitamin B12 außerdem zu einer Reduzierung von Erschöpfung und Müdigkeit bei (2).

Cholin

Dieser essentieller Nährstoff trägt für das Gehirn und die Nervenzellen zur Entwicklung einer guten Gedächtnisleistung bei und ist wichtig für eine funktionierende Signalübertragung im Gehirn.
Unter massivem Stress (z.B. Prüfung) haben wir davon einen besonders hohen Bedarf, um Gehirn und Nerven leistungsfähig zu halten (3).

L-Carnitin

Als Mikronährstoff befördert es die Fettsäuren in die Mitochondrien, die Kraftwerke in unseren Körperzellen. Somit ist es unverzichtbar für den Energiestoffwechsel.
In einer niederländischen Studie konnte durch eine L-Carnitin-Einnahme eine signifikante Verbesserung der ADHS-Symptomatik bei Kindern erreicht werden.
Der wahrscheinliche Grund ist die genannte Verbesserung des Energiestoffwechsels der Nervenzellen (4).

Zink

Es reguliert als struktureller, katalytischer oder regulatorischer Cofaktor von über 300 Enzymen den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Lipiden, Proteinen und Nukleinsäuren. Unteranderem ist es für Entwicklungs-, Wachstums- und Regenerationsprozesse im Körper lebensnotwendig.
Außer der Immunabwehr untersützt es die Sinnesfunktionen: Hören, Sehen (vorallem Nachtsehen), Riechen und Schmecken.
In mehreren Untersuchungen wurden verminderte  Zinkkonzentrationen bei jungen ADHS-Patienten gefunden.
Zink ist auch an der Signalübertragung im Gehirn beteiligt. Außerdem ist Zink ein wichtiger Cofaktor im Stoffwechsel der Fettsäuren und Prostaglandine (5).

Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren

Diese essentiellen, langkettigen mehrfach ungesättigten
Fettsäuren „Eicosapentaensäure“ (EPA)  „Docosahexaensäure“(DHA) und „Gamma-Linolensäure“ (GLA) werden ebenfalls erfolgreich bei Konzentrations-, Lern-, Verhaltens- und Wachstumsstörungen eingesetzt.
In einer britischen Studie aus dem Jahr 2005 zeigte sich durch die Gabe dieser essentiellen Fettsäuren eine signifikante Verbesserung der ADHS-Symptomatik bei Kindern (6).

Magnesium

Es ist ein weiter Aktivator und Cofaktor von vielen Enzymen
und bestimmt außerdem ganz entscheidend die Energiegewinnung in der Zelle.
Eine polnische Arbeitsgruppe konnte bei 116 ADHS-Kindern in 59 % der Fälle verminderte Magnesiumkonzentrationen in den roten Blutkörperchen nachweisen. In 33,6 % der Fälle waren sogar die Serum-Magnesium-Spiegel vermindert. In der Guppe der Kinder, die 6 Monate lang ausreichend Magnesium einnahmen, kam es zu einer deutlichen Verminderung ihrer Hyperaktivität (7).

Quellen:
  1. Rafik Masalha et al.: The impact of nutritional vitamin B12, folate and hemoglobin deficiency on school performance of elementary school children; Journal of Pediatric Neurology; Volume 6, Number3/ 2008
  2. Konofal E., Lecendreux M., Arnulf I., Mouren M.C. : Irion deficiency in children with attention-deficit/ hyperactivity disorder; Arch Petiatr Adolesc Med. 2004 Dec; 158(12): 1113-5
  3. Zeisel. Choline: needed for normal development of memory. Journal of the American College of Nutrition. 2000 Oct;19(5 Suppl):528S-531S.
  4. Scholte H.R.: Wirksamkeit von Carnetin bei der Behandlung von Kindern mit Attention-Deficit-Hyperactivity-Disorder (ADHD). Erasmus University Rotterdam, the Netherlands
  5. Arnold L.E., Di Silvestro R.A.: Zinc in attention-deficit/ hyperactivity disorder; J Child Adolesc Psychopharmacol. 2005 Aug; 15(4): 619-27
  6. Richardson AJ, Montgomery P. : The Oxford-Durham study: a randomized, controlled trial of dietary supplementation with fatty acids in children with developmental coordination disorder. Pediatrics. 2005 May; 115(5):1360-1366.
  7. Starobrat-Hermelin B.: The effect of deficiency of selected bioelements on hyperactivity in children with certain specified mental disorders; Ann Acad Med Stetin. 1998; 44: 297-314

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